Verfasst von: oliwi | September 26, 2009

Qualifikation für die DM Junioren 2010

Wolken, Wind kein Wetter(fenster)

Vom 17.07.2009 bis zum 26.07.2009 fanden am Landesleistungsstützpunkt NRW die Qualifikationsmeisterschaft für die Deutschen Meisterschaften der Junioren 2010 statt. Mit dabei waren 9 Teilnehmer in der Standard-Klasse, sowie 18 Teilnehmer in der Club-Klasse.
Innerhalb der Club-Klasse sollte ich mein Glück versuchen.
In der Hoffnung, die für mich letzte Möglichkeit zu nutzen, um mich für eine deutsche Junioren Meisterschaft zu qualifizieren.

Am Freitag wurde der Wettbewerb durch den Wettbewerbsleiter pünktlich eröffnet.
Bereits am ersten Tag musste aufgrund der nähenden Front neutralisiert werden.
Erst gegen Abend ließ der Wind nach, selbst die Sonne schaute noch vorbei.
So wurde kurzer Hand die Winde aufgebaut und einige Piloten nutzen die Möglichkeit, bei mittlerweile sehr schönem Rückseitenwetter, noch ein paar „Ziellinienüberflüge“ zu trainieren.
Ich und meine Crew schauten dieser Aktion mit einem kühlen Bier vom Bahnrand zu.

Auch am Sonntag zeigte sich das Wetter nicht von seiner guten Seite.
Die Clubklasse wurde erneut neutralisiert, wie auch am folgenden Montag.

Nun endlich am Dienstag wurde für beide Klassen eine Aufgabe ausgeschrieben.
Club-Klasse und auch Standard-Klasse sollten 155 km fliegen.
Nach der Startphase hielten wir uns in schwacher Thermik in einem großen Pulk über Dülmen.
Nach etwa einer Stunde kreisen im Pulk, wurde mir das warten zu anstrengend.
Ich entschloss mich mit dem ersten drittel an Piloten über die Startlinie zu fliegen und die Aufgabe zu beginnen. Mit dabei auch meine Zeltnachbarn.
So flog ich bis zur ersten Wende zusammen mit der CU. Das Wetter hatte sich mittlerweile besser als vermutet entwickelt und es ging zügig bis zur ersten Wende.
Der erste Aufwind nach der Wende, mittlerweile auch mit der OX zusammen, ging noch unter Kumulusbwölkung.
Anschließend zog eine Abschirmung rein.
Es musste nun eine Entscheidung getroffen werden!
Viele flogen nördlicher, wieder Richtung Borkenberge.
Unser Team entschloss sich jedoch lieber unterhalb der südlicheren Kontrollzonen zu fliegen, zumal dort die Abschirmung noch nicht so stark ausgeprägt war.
Für die meisten Piloten, welche den nördlichen Kurs gewählt haben, reichte es nur zurück bis Borkenberge.
Für uns verlief es noch ganz passabel. Auch unter der Abschirmung fanden wir Aufwinde.
Für mich war jedoch klar, nur noch so weit wie irgendwie möglich zu kommen.
So nahm ich das Tempo stark zurück, mit dem Gedanken bald keinen Aufwind mehr zu finden.
Auch konnten wir die meisten Aufwinde aufgrund der Kontrollzonen nicht bis unter die Basis mitnehmen.
Kurz vor der zweite Wende verlor ich dann den Anschluss zur OX und konnte nur noch bis zum Flugplatz Dorsten gelangen. Dort war der Flug für mich nun zu Ende.
Zuvor hatte sich bereits die CU, aufgrund zu hoher Vorfluggeschwindigkeit, auf einen Acker gesetzt.
Am Ende konnte die OX mit einem Aufwind mehr, an der Stelle fehlten mir etwa 400 Meter, noch die zweite Wende umrunden und zurück nach Borkenberge fliegen.
Nach einem fixen Rückschlepp nach Borkenberge, warteten wir gespannt auf die Vorläufige Wertung.
Überaschenderweise reichte meine Außenlandung in Dorsten für die Positionierung auf dem zweiten Platz.

Die folgenden Tage waren geprägt von viel Regen und Gewittern.
So startete das Teilnehmerfeld zwar am Mittwoch und Donnerstag noch, es wurde jedoch beide male in der Luft neutralisiert.
Sehr starke Winde und ankommende Schauer ließen eine Bewältigung der Aufgaben nicht zu.

Am Freitag war die Motivation im Teilnehmerfeld durch ständiges Auf-und Abrüsten im Regen, soweit gesunken, dass keiner mehr seinen Flieger aus dem Hänger holte und wir so den Tag „mauerten“.

Am Ende gab es somit nur einen einzigen Wertungstag, und meine Platzierung blieb erhalten.
Deshalb konnte ich die Qualifikationsmeisterschaft mit dem zweiten Platz abschließen, was mir die Möglichkeit geben sollte im nächsten Jahr an den Deutschen Meisterschaften teilzunehmen.
Es hat alles in allem trotz des vielen Regens Lust gemacht auf einen weiteren Wettbewerb mit hoffentlich dann besserem Wetter.

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