Verfasst von: bocianflo | Februar 18, 2010

Mountain-Wave-Project

Hallo zusammen,

auch wenn ich nicht mehr an der Uni verweile, wollte ich einen allgemeinen Hinweis hinterlassen. Ich hatte gestern die Möglichkeit dem Vortrag von Klaus Ohlmann und Rene Heise über ihr Mountain Wave Project beizusitzen. Ich kann diesen Vortrag nur jedem empfehlen! Also wenn ihr die Möglichkeit habt geht hin, hört es euch an und nutzt ihn zur Informations- und Inspirationsgewinnung. Ich, für meinen Teil, fand den Vortrag äußerst anregend. Mehr dazu erfahrt ihr auch unter: http://mwp.flightplanner.info/

Grüße Flo

Verfasst von: oliwi | September 26, 2009

Qualifikation für die DM Junioren 2010

Wolken, Wind kein Wetter(fenster)

Vom 17.07.2009 bis zum 26.07.2009 fanden am Landesleistungsstützpunkt NRW die Qualifikationsmeisterschaft für die Deutschen Meisterschaften der Junioren 2010 statt. Mit dabei waren 9 Teilnehmer in der Standard-Klasse, sowie 18 Teilnehmer in der Club-Klasse.
Innerhalb der Club-Klasse sollte ich mein Glück versuchen.
In der Hoffnung, die für mich letzte Möglichkeit zu nutzen, um mich für eine deutsche Junioren Meisterschaft zu qualifizieren.

Am Freitag wurde der Wettbewerb durch den Wettbewerbsleiter pünktlich eröffnet.
Bereits am ersten Tag musste aufgrund der nähenden Front neutralisiert werden.
Erst gegen Abend ließ der Wind nach, selbst die Sonne schaute noch vorbei.
So wurde kurzer Hand die Winde aufgebaut und einige Piloten nutzen die Möglichkeit, bei mittlerweile sehr schönem Rückseitenwetter, noch ein paar „Ziellinienüberflüge“ zu trainieren.
Ich und meine Crew schauten dieser Aktion mit einem kühlen Bier vom Bahnrand zu.

Auch am Sonntag zeigte sich das Wetter nicht von seiner guten Seite.
Die Clubklasse wurde erneut neutralisiert, wie auch am folgenden Montag.

Nun endlich am Dienstag wurde für beide Klassen eine Aufgabe ausgeschrieben.
Club-Klasse und auch Standard-Klasse sollten 155 km fliegen.
Nach der Startphase hielten wir uns in schwacher Thermik in einem großen Pulk über Dülmen.
Nach etwa einer Stunde kreisen im Pulk, wurde mir das warten zu anstrengend.
Ich entschloss mich mit dem ersten drittel an Piloten über die Startlinie zu fliegen und die Aufgabe zu beginnen. Mit dabei auch meine Zeltnachbarn.
So flog ich bis zur ersten Wende zusammen mit der CU. Das Wetter hatte sich mittlerweile besser als vermutet entwickelt und es ging zügig bis zur ersten Wende.
Der erste Aufwind nach der Wende, mittlerweile auch mit der OX zusammen, ging noch unter Kumulusbwölkung.
Anschließend zog eine Abschirmung rein.
Es musste nun eine Entscheidung getroffen werden!
Viele flogen nördlicher, wieder Richtung Borkenberge.
Unser Team entschloss sich jedoch lieber unterhalb der südlicheren Kontrollzonen zu fliegen, zumal dort die Abschirmung noch nicht so stark ausgeprägt war.
Für die meisten Piloten, welche den nördlichen Kurs gewählt haben, reichte es nur zurück bis Borkenberge.
Für uns verlief es noch ganz passabel. Auch unter der Abschirmung fanden wir Aufwinde.
Für mich war jedoch klar, nur noch so weit wie irgendwie möglich zu kommen.
So nahm ich das Tempo stark zurück, mit dem Gedanken bald keinen Aufwind mehr zu finden.
Auch konnten wir die meisten Aufwinde aufgrund der Kontrollzonen nicht bis unter die Basis mitnehmen.
Kurz vor der zweite Wende verlor ich dann den Anschluss zur OX und konnte nur noch bis zum Flugplatz Dorsten gelangen. Dort war der Flug für mich nun zu Ende.
Zuvor hatte sich bereits die CU, aufgrund zu hoher Vorfluggeschwindigkeit, auf einen Acker gesetzt.
Am Ende konnte die OX mit einem Aufwind mehr, an der Stelle fehlten mir etwa 400 Meter, noch die zweite Wende umrunden und zurück nach Borkenberge fliegen.
Nach einem fixen Rückschlepp nach Borkenberge, warteten wir gespannt auf die Vorläufige Wertung.
Überaschenderweise reichte meine Außenlandung in Dorsten für die Positionierung auf dem zweiten Platz.

Die folgenden Tage waren geprägt von viel Regen und Gewittern.
So startete das Teilnehmerfeld zwar am Mittwoch und Donnerstag noch, es wurde jedoch beide male in der Luft neutralisiert.
Sehr starke Winde und ankommende Schauer ließen eine Bewältigung der Aufgaben nicht zu.

Am Freitag war die Motivation im Teilnehmerfeld durch ständiges Auf-und Abrüsten im Regen, soweit gesunken, dass keiner mehr seinen Flieger aus dem Hänger holte und wir so den Tag „mauerten“.

Am Ende gab es somit nur einen einzigen Wertungstag, und meine Platzierung blieb erhalten.
Deshalb konnte ich die Qualifikationsmeisterschaft mit dem zweiten Platz abschließen, was mir die Möglichkeit geben sollte im nächsten Jahr an den Deutschen Meisterschaften teilzunehmen.
Es hat alles in allem trotz des vielen Regens Lust gemacht auf einen weiteren Wettbewerb mit hoffentlich dann besserem Wetter.

Verfasst von: segelfluggruppe | Juli 28, 2009

Deutsche Meisterschaften der Clubklasse in Winzeln-Schramberg

Wo liegt eigentlich Winzeln? Diese Frage habe ich mir im April auch gestellt, nachdem ich vom Deutschen AeroClub die Bestätigung erhalten habe, dass ich zur DM fahren kann.

Nun kurz gesagt, mitten in Baden-Würdenberg, am Ost-Schwarzwald in einer für den Segelflug thermisch sehr guten Gegenden in Deutschland. Leider konnte Florian, mein Teampartner aus dem letzten Jahr, aufgrund seiner Diplomarbeit nicht mitfahren und so musste ich allein anreisen. Wie auch im letzten Jahr, fuhr ich mit dem Jantar Std.3 aus Zwickau zum Wettbewerb. Zwar ist dieser Flieger etwas besser als die der Konkurrenz, allerdings hat er auch einen deutlich höheren Handicap-Faktor.

Vom 22. Mai bis zum 24. waren noch Trainingstage angesetzt und ein Tag für die technische Kontrolle, wobei die Flugzeuge mit Piloten und allem drum uns dran gewogen wurden um einen sauberen Wettbewerb zu haben. Nach dieser lästigen aber notwendigen Prozedur ging es auch gleich zum Training an den Start. Der Sonntag war als Pflichttrainingstag für mich sehr wertvoll um das ganze Equipment zu testen und die Umgebung des Flugplatzes besser kennen zu lernen. Da man als Alleinflieger auf einem Wettbewerb wenige Chancen hat, habe ich mich zu Kai, Thomas und August vom AC Pirna gesellt.
Und als Kai und Thomas an dem Trainingstag eine super Bundesliga Wertung geflogen sind, wollten August und Ich es ihnen gleich tun. Wir waren auch richtig gut unterwegs, zwar etwas später abgeflogen, aber erhofften uns an einem Gewitter den letzten Aufwind um nach Winzeln zurück zu gleiten. Als wir allerdings näher kamen, regnete es schon deutlich ab und die Thermik war zusammengebrochen. Auch die Sonnenseite half nichts, wir mussten schließlich außenlanden.


Dann war es soweit, die Deutsche Meisterschaft begann! In der Starphase der 41 Maschinen ertönte ein Hilferuf des Bernd Goretzki C8 über Funk, seine Bordelektronik spielte verrückt. Er landete in der ganzen Aufregung auch noch ohne das Fahrwerk auszufahren, wobei seinem Standard Cirrus nichts passierte. Michael Seischab schob seine Flieger aus der Startreihe und half Bernd den Schaden zu beheben. Beide starteten dann hinter dem Feld. Trotzdem gelang es Michael an diesem Tag einen Tagessieg zu erfliegen.

Dieser Tag war auch der einzige an dem die Wetterprognosen und die ausgeschriebenen Strecken nicht übereinander passten, was an einem übergroßen Cumulusnimbus über der schwäbischen Alb lag und das gesamte Teilnehmerfeld zum Außenlanden zwang. Ansonsten waren die zu bewältigenden Strecken mit bis zu 500 km von dem Sportleiter Michael Schlaich optimal in die herrliche Landschaft gelegt. Sie führten uns bis nach Eichstätt und in den Odenwald wie auch ins Oberschwäbische und auf die Alb.

Trotz meinen zwei unnötigen Außenlandungen, und dem 20. Platz war es für mich eine einmalig schöne, lehrreiche und harmonische Meisterschaft mit einem verdienten Sieger Tobias Welsch.

Am Ende gab es 9 Wertungstage mit ca. 3000 Streckenkilometern, dabei wurden von mir ca. 55 Flugstunden erflogen. Für jeden der 41 Piloten war das Ergebnis sehr zufriedenstellend, geprägt von tollem Wetter, guten Fliegern und einem profimäßigen Ausrichter.

Verfasst von: bocianflo | Juli 11, 2009

Ausflug zum AC München

Am 13.06.09 packten sich Olli und ich ein Herz und ließen Prüfungsvorbereitung und Diplomarbeit mal an der Uni zurück. Also morgens den Hänger (mit unserem Cirrus drin) angehängt und ab in Richtung Bad Tölz. Der Tag wurde von den bekannten meteorologischen Flugwetterdiensten stark angekündigt, allerdings eher im Alpenvorland als in den Alpen. Als wir in Bad Tölz angekommen waren, hing noch eine Altocumulus-Abschirmung über dem Flugplatz. Also erstmal Briefing, dann aufrüsten, dann Einweisungsstart und dann kam sie auch schon, die Thermik.

Olli konnte nicht umher und nahm sich tatsächlich Lernunterlagen mit. Also war in wohl an der Reihe, den Tag bestmöglich zu nutzen.

Direkt nach dem Ausklinken empfingen mich 2m/s, Problem an der Sache war nur, was auf der einen Seite mit 2m/s hoch ging, ging auf der anderen mit knapp 1m/s wieder runter. Also 10mal nachzentriet und typische Ausrede, wenn das Steigen nicht so will wie man selber – “Warmluft”.

CIMG1069

Alpen oder nicht Alpen, dass ist hier die Frage

Neben dem starken Wind war die Warmluft tatsächlich schneller da als gedacht. Also erstmal Richtung Osten vortasten (da es sich um völlig unbekanntes Terrain handelte). Nach 20km ging es im Osten nur noch schleppend, also rum und mal Richtung Westen. Bei Königsdorf hingen alle Startenden direkt am Platz und versuchten irgendwie hoch zukommen oder oben zu bleiben.

bei Königsdorf

bei Königsdorf

Nach dem Versuch in Königsdorf entschied ich mich es mal (trotz schlechter Vorhersage) in den Alpen zu probieren, doch ein Einstieg war aufgrund der schwachen Thermik (für mich ungeübten Alpenanfänger) nicht möglich. Also wieder nach Osten Richtung Chiemsee, denn da sah es eigentlich ganz gut aus. Es ging dann auch ganz gut bis Rosenheim. Doch dann dreht ich mich um und bemerkte, das die Wolken gar nicht mehr so gut wirkten wie auf dem Hinflug.

Also Abteilung kehrt und versuchen erst einmal nach Hause zu kommen. Das wurde dann bei Miesbach abrupt beendet – auf einem kleinen Acker (Acker bei Miesbach). Naja die Außenlandung war wohl meine aufregendste, sie war verbunden mit einem sportlichen Anflug, da das Gelände vor dem Anflug rund 100m höher war, dann kam einen Baumreihe (also vorher anstechen – klappen rein! drüber springen) danach folgt eine kleine Hochspannungsleitung und dann schnell runter, weil in 200m die Bundesstraße nahte – so habe ich mir das ganze aus der Luft vorher genau durchdacht. Hat dann auch exakt so geklappt. Den Acker habe ich mir nur ausgesucht, weil er der einzig bewirtschaftete weit und breit war. Sonst waren dort nur Wiesen und die mag ich nicht so.

eingeparkt

eingeparkt

Also Olli angerufen, der war dann auch ne halbe Stunde später da (waren ja nur noch 17km bis Tölz) und hat mich andauernd gefragt, warum ich nicht auf einer der vielen Wiesen gelandet bin. Ebenso musste ich mir anhören, dass ich ja auch nach Norden hätte fliegen können (was wohl wirklich besser gewesen wär). Aber man muss doch alles mal ausprobieren und mir reicht es eben nicht zu hören, dass man nicht vor den Alpen langfliegen sollte wenn es nach 10Uhr ist… Jetzt weiß ich, es stimmt.

Nach dem Anhängen haben wir noch schnell die Versicherungsdaten für den Bauern hinterlegt (bis jetzt kam noch nichts – waren ja auch nur 3 Halme jung Mais, die umgeknickt waren). Dann fragte ich Olli wo denn mein Kuller sei, natürlich hat er es in Bad Tölz vergessen… Also zurück nach Tölz und dann nach einem kurzen Zwischenstopp bei einer bekannten Fastfood-Kette ab nach Hause.

eingepackt

eingepackt

In diesem Sinne Danke an Olli fürs zurückholen und auch danke an Andi, der mir später beim Putzen noch half.

In diesem Sinne, positiv Denken negativ Wölben

Florian

Verfasst von: bocianflo | Mai 18, 2009

Einläutung der Segelflugsaison endlich auch an der Uni

Hallo zusammen,

CIMG1029

gestern (17.05.2008) haben sich Olli, Matze und ich endlich zusammen getan um die neue Segelflugsaison auch für den Hochschulsport an unserer Uni einzuweihen. Nach sehr optimistischen Wettervorhersagen trafen wir uns um 07:30Uhr, um in Richtung Unterwössen aufzubrechen. Im Schlepptau hatten wir leider nur die an der Uni stationierte DG100, der Cirrus wurde noch nicht aus dem Winterschlaf geholt (was sich im Nachhinein als vernünftige Entscheidung herausstellte). In Unterwössen angekommen absolvierten wir schnell das Anmeldeverfahren und unsere Überprüfungsstarts. Währenddessen ließen sich die Streckenhasen via F-Schlepp in den Himmel katapultieren. Aus der Winde heraus war allerdings noch keine Thermik zu erreichen. Bis zum erwarteten Thermikbeginn vertrieben wir uns die Zeit mit Fliegerlatein und Mittagessen. Ab 14:30 zog der erste Ventus seine Bahnen am Wössenerhang. Also wurde es am Windenstart unruhig und voll. In der Zwischenzeit trafen allerdings schon die ersten MelCIMG1027dungen über Außenlandungen am Platz ein.

Allerdings konnten nun auch Olli und ich uns mit unserer angemieteten ASK21 (D-8999) in die Startschlange einreihen. Auch Matze, welcher sich die DG100 schnappte stand Abflugbereit da.

Nach dem Ausklinken drehten Olli und Ich direkt in den Wössenerhang ein, welcher uns bereits mit einem kräftigen Hangaufwind erwartete. Diese Kraft währte jedoch nicht lange und so “kämpften” wir uns im Hangaufwind zwischen den K8ten und K13en durch. Bis wir von 450m (über Platz) auf 650m gestiegen waren. CIMG1015Dann hob es plötzlich wieder etwas stärker und nach Kontrolle des Luftraumes entschieden wir uns, knapp über Hanggrad, zu kreisen. Durch nutzen dieser Ablösung konnten wir nun in kürzerer Zeit an Höhe gewinnen, jedoch war auch hier bei knapp 750m Schluss. Also rüber zum Hausbart, dort kreisten wir in einem zerrissenen Bart bis auf 1300m über Platz. Unser nächstes Ziel war nun das erreichen der nächsten Wolken um endlich einmal die Basis fühlen zu können (diese muss bei mind. 2000m über Platzniveau gelegen haben), also auf in Richtung “wilder Kaiser”. Allerdings hatte sich in der Zwischenzeit eine erhebliche Schicht Fliegen auf unserer Fläche breit gemacht. Somit war die Gleitzahl eher weniger gut (1:Stein). Die Wolken und den Kaiser konnten wir uns abschminken. Wir flogen noch ein paar Hänge ab, bis wir uns dazu entschlossen den Heimweg anzutreten, da wir den bombastischen Alpentag nicht vorgefunden hatten.

CIMG1051

Nach dem Flug konnten wir festhalten; es war schön, jedoch muss es auch noch besser gehen.

Wir packten die DG100 ein und traten den Rückweg nach Neubiberg an.

Trotzdem fand ich, war es eine schöne Beschäftigung den Sonntag zu verbringen.

In diesem Sinne, positiv denken, negativ wölben

Florian

Verfasst von: oliwi | April 20, 2009

Segelflug Stammtisch

Hallo Segelfluginteressierte,

nach langer Winterpause, will die Segelflug AG der UniBw auch mal wieder
aktiver werden.
Aus dem Grund laden wir euch alle zu einer netten Rund am 29.04.09 ab
19:00Uhr (wer will kann auch später kommen) ein.
Das Leitungsteam hat sich überlegt, dass wir bei gutem Wetter grillen
(Ort wird noch durchgegeben) oder bei schlechtem Wetter den Abend bei
Brandel verbingen können. (weitere Vorschläge sind herzlich Willkommen)
Ziel der soll ein gemütlicher Abend sein, bei dem wir gleichzeitig die
Vorhaben für dieses Jahr besprechen und Termine festmachen wollen.
Wir hoffen ihr erscheint zahlreich!! Freunde und weitere Interessierte
können auch gern mit gebracht werden (Bitte kurz Rückmeldung via Mail
wer kommt)

Mit besten Grüßen
Oliver, Andi und Florian

Verfasst von: bocianflo | Januar 14, 2009

Es geht bald wieder los!!!!

Die Saison ruft und Vorbereitung ist alles.

Aus diesem Grund haben wir uns mal kundig gemacht und herausgefunden, dass die DASSU einen Eröffnungsbriefing am 09.04.2009 und am 17.04.2009 durchführt.

Oliver und ich haben geplant an einem der Termine vorbei zu schauen. Natürlich sind weitere Interessenten recht herzlich eingelande mitzukommen.

Bei Interesse meldet euch unter: Florian.Gille@unibw.de

Grüße Flo

Verfasst von: bocianflo | August 13, 2008

Heidepokal in Roitzschjora

Das Feld steht auf dem Grid und wartet auf den Start

Das Feld steht auf dem Grid und wartet auf den Start

Am 23.07.2008 war es wieder soweit, der Heidepokal fand zum 15. mal in Roitzschjora, nördlich Leipzig, statt. Dazu kamen 113Piloten aus Deutschland, Russland und den Niederlanden, um sich mit anderen zu messen. Auch die UniBwM war durch zwei Piloten vertreten. Das Ziel der Piloten der einzelnen Klassen, war die Qualifikation für die Deutsche Segelflugmeisterschaft 2009. Jede Klasse war mit knapp 30 Piloten besetzt, von denen sich pro Klasse zum Teil nur 5 Piloten Qualifizieren konnten.

22.07.2008 war der Trainingstag, nach langem Warten auf Wetterbesserung ging es um 14:00Uhr noch los. Es wurde eine Probeaufgabe geflogen um das Wettbewerbsgebiet kennen zu lernen. Ebenso galt es sich nochmal mit seinen Teampartner genau abzusprechen und die Taktik für die Folgetage klar zustellen.

24.07.2008 neutralisiert (heißt, es war keine fliegbare Wetterlage gegeben)

25.07.2008 neutralisiert

26.07.2008 stand der erste Wertungstag an. Die Aufgabe war gesetzt und die Wendepunkte für die Clubklasse

Teamflug FG und DB

Teamflug FG und DB

lauteten: Fünfeichen (bei Eisenhüttenstatt) Neuhausen (südlich Cottbus) und wieder zurück nach Roitzschjora, die Aufgabenlänge betrug 343km. Der Aufgabentyp war eine Racingaufgabe, sprich wer von dem Start bis zur Ziellinie am schnellsten ist hat gewonnen. Das Wetter konnte durchwachsener nicht sein. Wir entschlossen uns eher etwas später abzufliegen und auf die richtige „Hammerthermik“ zwischen 15:00 bis 17:00 Uhr zu warten. Der Abflug erfolgte um 13:21. Über dem Militärflugplatz in Holzdorf bildete sich eine Wolkenstraße, welche sich über 20km hinzog. Ohne einen Meter Höhenverlust konnten wir (OLt Tobias Werner und Lt Florian Gille) darunter, relativ schnell, entlang gleiten. Nach der Wolkenstraße folgte ein, für diese Gegend unüblich, wolkenloser Abschnitt. Aufgrund dieser Wetterentwicklung mussten wir die Geschwindigkeit etwas zurücknehmen. Wir konnten auch über Berlin und an der Grenze nach Polen die ersten Gewitterentwicklungen sehen, in die wir genau hineinfliegen mussten, um die erste Wende bei Eisenhüttenstadt zu erreichen. So kam es dazu, dass wir relativ große Umwege fliegen mussten, um nicht in die Schauer zu fliegen. Nach dem wir uns über dem Spreewald nur noch 300m über Grund befanden, bekamen wir wieder Anschluss an gute Thermik. Allerdings dauerte der Aufstieg in die Höhe einige Zeit und wir mussten feststellen, wie ein Teil der anderen Piloten über uns hinweg glitt. Der Weg zwischen der ersten und der zweiten Wende war relativ gut zu fliegen. Der Weg nach Hause bereitete uns jedoch sorgen, da sich von Süden ein Gewitter rasch in unsere Richtung bewegte. Wir schafften es dennoch, die ausreichende Höhe für den Endanflug zu erreichen und konnten beobachten wie 5km neben uns die Blitze einschlugen. Aus 70km Entfernung begannen wir unseren Endanflug aus einer Höhe von 2300m und mit einem kräftigen Rückenwind von 30km/h war das kein Problem. Der Tag lief für uns wie erhofft und wir landeten im Mittelfeld auf den Plätzen 15(Florian Gille) und 16(Tobias Werner).

27.07.2008 der Tag wurde von der Wettbewerbsleitung als sehr gut angesehen und so wurde eine Aufgabe über die Distanz von 382km ausgeschrieben. Es ging von Roitzschjora nach Osten an die polnische Grenze der Wendepunkt war Boxberg danach Richtung Westen nach Zerbst und wieder zurück nach Roitzschjora. Den Zeitpunkt die Startlinie zu überqueren wählten wir dies mal eher spät. Der Weg bis zum ersten Wendepunkt war durch einen eher Wolkenlosen Himmel geprägt. Nach der ersten Wende trafen wir auf zwei erfahrene Piloten, an die wir uns dranhängten. Durch diesen Umstand gelang es uns die Entfernung von 179km zwischen den beiden Wenden in nur 1Stund und 37min zurück zulegen. Schon vor der letzten Wende in Zerbst hatten wir ausreichend Höhe um bis zum Ziel ohne einen Thermikkreis aus zukommen. Und somit gelang es uns die Strecke in nur 4Stunden zu umrunden, die Durchschnittsgschwindigkeit lag bei über 94 Km/h. Das Bescherte uns den Tagesplatz 4(Florian Gille) und 8(Tobias Werner).

28.07.2008 führte uns von Roitzschjora nach Bronkow von da aus zur ehemaligen Cargolifterhalle und von dort ging es nach Tangerhütte um dann wieder nach Roitzschjora zurück zufliegen. Wir entschlossen uns für einen frühen Abflug und hatten somit das Problem, dass wir niemanden vor uns hatten, der uns eventuelle Steigen anzeigen konnte. Da der Tag recht wolkenlos begann, wurde der Weg bis zu ersten Wende sehr komplex und Nervenaufreibend. Auch bis zur zweiten Wende war keine Besserung in Sicht. Allerdings ging danach das Hammerwetter auf dem Fläming los und so wurden wir mit steigen von bis zu 4m/s belohnt. An der dritten Wende dann haben wir uns beide verbastelt und wertvolle Zeit verschenkt. Allerdings konnten wir den Tag dann doch noch mit dem 10(Florian Gille) und dem 13(Tobias Werner) Platz beenden.

29.07.2008 die Strecke ging über Jüterbog nach Lieberose und führte über Schwarzheide nach Roitzschjora zurück. Unsere Taktik diesen Tag spät abfliegen und dem Feld hinterher fliegen. Das klappte auch bereits an der ersten Wende hatten wir das Hauptfeld eingeholt. Darüberhinaus setzten wir darauf einen Vorsprung auf zu bauen, was auch klappte. Wir sind den Weg bis zur zweiten Wende, welcher mit hervorragenden Steigwerten von über 5m/s besetzt war, vor dem Feld geflogen und haben es geschafft bis zur dritte Wende eine bessere Linie zu fliegen als der Rest des Feldes. Somit gelang es uns weitere Konkurrenten einzuholen. Allerding machten wir auf dem Rückweg nach Roitzschjora einen kleinen Fehler. Das Hauptfeld konnte wieder aufschließen. Kurz vor der Elbe bei Torgau kurbelten 20 Segler die letzte Thermik, vor dem Endanflug. Das Steigen war sehr gut und es ging nur darum, wer wird die Thermik als erster verlassen um mit dem Endanflug zu beginnen. Alle belauerten sich bis RG (LS1f – gesamt Zweiter) abflog, wir setzten nach. Doch RG erhöhte stark die Geschwindigkeit, welche wir nicht halten konnten oder wollten. Als uns dann auf gleicher Höhe eine ASW15 überholen wollte, stachen wir auf 170km/h an bis 10km vor der Wende wo wir die Geschwindigkeit bis auf 220km/h erhöhten, um dann über die Ziellinie zu fliegen. Diesen Tag erzielten wir die höchsten Schnittgeschwindigkeiten mit 100km/h allerdings warf uns unser Index auf die Plätze 5(Florian Gille) und 6(Tobias Werner) zurück. RG, welcher als erster zum Endanflug ansetzte flog zu schnell vor und musste vor der Ziellinie die Geschwindigkeit rausnehmen, weil er zu tief war. Er wurde kurz vor dem Ziel vom gesamten Feld überholt.

30.07.2008 ein Basteltag war angesetzt. Schlechte Thermik, durchwachsenes Wetter, jede Menge Schauer und eine niedrige Flughöhe. Diesen Tag wurde eine SAA (Um die Wendepunkte werden Kreise gesetzt um die 20-30km Durchmesser. Dieser Kreis muss nur berührt werden um die Wende zu nehmen und man muss mindestens 3 Stunden fliegen. Aus der Strecke und der Zeit wird dann eine Schnittgeschwindigkeit errechnet.) mit einer minimalen Wertungszeit von 3 Stunden geflogen. Wendepunkte waren südlich Köthen, Sömmerda, Ballenstedt und zurück. Es konnte eine Strecke von 198km bis 379km zurückgelegt werden. Wir flogen wieder spät ab. Haben dann unter Anstrengungen den ersten Wendepunkt vollständig ausgeflogen. Richtung zweiter Wende war alles dicht (grauer Himmel und keine Thermik), wir nahmen die Geschwindigkeit komplett auf 90km/h zurück und erreichten gerade so noch den Kyffhäuserhang. Zu unserem Glück, strahlte kurz vor unsere Ankunft Sonne auf den Hang und wir wurden mit einer schwachen Thermik belohnt, die uns von 230m über Grund auf 1200m brachte. Während des Kreisens hatten wir den zweiten Sektor berührt. Und entschlossen uns, nicht dem gut aussehendem Wetter in einer thermisch schlechten Gegend zu folgen um noch Kilometer zu machen, sondern gleich Richtung Ballenstedt zu fliegen. Im Harz hatten wir wieder nur eine Höhe von 180m über Grund und bereiteten uns schon auf eine Außenlandung vor. Doch 3 Windräder, welche wir anflogen, bescherten uns die erhoffte Ablösung. Die Thermik an diesem Tag war in diesem Gebiet sehr Warmluftgestört und somit dreieckig. Wir quälten uns durch den Harz, um dann südlich von Aschersleben wieder eine gute Wolkenthermik nutzen zu können. Der Weg nach Hause war dies mal nicht so leicht wie sonst, sondern erforderte viel Geduld. Nach der Landung und einigen Gesprächen erfuhren wir, dass einige Piloten Richtung Erfurt unterwegs waren und dort sehr gute Bedingungen antrafen. Somit liefe der Tage eher mäßig für uns und wir mussten uns mit den Plätzen 18(Tobias Werner) und 19(Florian Gille) zufrieden geben. Allerdings war das nicht ganz so schlimm für die Wertung, denn alle Piloten die vor uns in der Wertung standen, hatten gleiche Fehler begangen und an diesem Tag haben Andere gewonnen.

31.07.2008 „Der Hammertag“

Der Tag wurde in der Wetterprognose eher als mäßig beschrieben und somit wurden wir mit einer eher kleineren Aufgabe vertraut. Es ging zuerst nach Finsterwalde dann wieder zur ehemaligen Cargolifterhalle nach Brand und dann nach Grözke was zwischen der A2 und der A9 liegt. Wir hatten uns entschlossen das Feld zu beobachten und wollten dann spät abfliegen. Das führten wir auch so durch. Wir flogen dem Feld gut 3-4min hinterher. Beim ersten Kreisen hatten wir schon die ersten eingeholt und flogen einfach weiter. Zur ersten Wende führte eine Wolkenstraße genau bis zum Wendepunkt unter der wir Steigen von über 5m/s im Geradeausflug mitgenommen haben, hier zu kreisen hätte nichts gebracht denn wir waren am Ende der Wolken auf der selben Höhe wie beim Abflug hatten aber 60km zurückgelegt. Nach der Wende tat sich wieder wolkenloser Himmel über uns auf. Wir konnten die Anderen beobachten, wie sie eher links vom Kurs flogen. Wir entschieden uns eher rechts vom zu fliegen, da wir sehr starken Wind von rechts hatten. Mit Erfolg hatten wir eine bessere Linie gefunden als der Rest des Feldes und holten das Feld am zweiten Wendepunkt ein. Dort konnten wir eine Thermik nutzen die vom Einstieg bis zum Ausstieg mit 5,4m/s nach oben schoss und Steigwerte von bis zu 7m/s anzeigte. Wir beendeten die Thermik bereits 300m unter ihrem Ende, da neben uns der Luftraum von Berlin war und wir wollten auf Grund der besseren Optik darunter bleiben. Wir flogen vor und durch das starke Steigen mussten wir die Geschwindigkeit auf 230km/h über Grund erhöhen, um nicht von der Thermik in den Luftraum gezogen zu werden (bei Luftraumberührung bekommt man für diesen Tag 0 Punkte und landet auf dem letzten Platz). Auf den 95km bis zur Wende kreisten wir nur einmal, benötigten nur 41Minuten und erflogen eine Schnittgeschwindigkeit 137km/h auf diesem Teilstück. Der Endanflug erfolgte eben so schnell. Der Tag war mit einer Schnittgeschwindigkeit von 114km/h in der Clubklasse einer der schnellsten überhaupt. Wir erreichten an diesem Tag die Plätze 1(Florian Gille) und 3(Tobias Werner).

Die Tage 01.08.2008 und 02.08.2008 wurden auf Grund des schlechten Wetters ebenfalls neutralisiert.

In der Gesamtwertung erreichten wir die Plätz 6 (Florian Gille) und 7(Tobias Werner). Wir beide hoffen jetzt auf zwei Nachrückerplätze für die Deutsche Meisterschaft im Segelflug 2009, da ein Qualifikationsplatz nur bis zum 5 Platz vergeben wurde.

Verfasst von: segelfluggruppe | April 23, 2008

Flugbericht vom Fluglager 2008 in Slowenien

Das Alpenfliegen ist eines der imposantesten und beeindruckensten Erlebnisse beim Segelfliegen.Mitte April diesen Jahres hat es fünf Piloten mit ihren Segelflugzeugen aus den Vereinen
AC Zwickau, AC Ballenstedt und des LV Reutlingen in ein Fluglager nach Slowenien verschlagen.

Nach 750 Kilometern Fahrt lag er endlich vor uns: der Stol (Hochstuhl). Der größte Berg der Karawanken im nördlichen Slowenien. Eine über hunderte Meter schroff abfallende Felswand des Bergmassivs, das den Mittelpunkt der Karawanken bildet. Wie mit Puderzucker bestreut blinkt uns die schneebedeckte Spitze entgegen, denn es war kalt in letzter Zeit. Am Fuß dieses Berges liegt der Flugplatz Lesce-Bled, unser Ausgangspunkt für die kommenden Tage.
Das Quartier ist schnell bezogen und der Abend ist kurz, alle sind froh nun endlich hier zu sein, aber müde von der Fahrerei. Leider hat es am ersten Tag geregnet, so haben wir uns aufgemacht die Landschaft zu erkunden. Zuerst den Kurort Bled mit der wunderschönen Burg direkt über dem Bleder See gelegen.

Am folgen Morgen wurden die Flugzeuge bei herrlichem Wetter aus dem Anhänger gezogen und montiert. Die meisten von uns warten ungeduldig auf ihren ersten Flug in den Bergen überhaupt und so üben wir uns bei einem Checkflug mit slowenischem Fluglehrer.
Dann geht es endlich los: Der Motor des Schleppflugzeuges wird laut, wir dahinter.
Der Schleppzug geht direkt in Richtung Berge und wir folgen jeder Bewegung des Schleppflugzeuges immer höher und höher. Nachdem wir auf diese Weise rund 800 Höhenmeter erreicht haben, klinken wir uns aus. Jetzt sind wir auf uns gestellt, müssen selbst Aufwinde finden um weiter in die Höhe zu kommen.

Heute steht der Südwind direkt auf den Hang und so fliegen wir im Geradeausflug die Karawanken von West nach Ost auf und ab, 180 km ohne einen Kreis machen zu müssen, einfach nur im Aufwindfeld der Berge dahingleiten. Eine beeindruckende Kulisse mit ebenso beeindruckenden Perspektiven, denn der Flug erfolgt in ungewohnter Nähe zum Berg und zu den Felsen. Der Blick, der sich uns bietet, ist überwältigend.
Berge, Täler, Felder, Ortschaften und Wälder, alles breitet sich förmlich vor uns aus.

Der Wind bläst aus Nord und wir haben die Möglichkeit am zweiten Tage in der Leewelle zu fliegen. Leewellen entstehen auf der windabgewandten Seite eines Berges, ähnlich wie Wellen auf dem Wasser wie sie z.B. Surfer nutzen. Auch hier lässt sich wunderbar und sanft mit einem Segelflugzeug fliegen, hat man einmal die unteren Luftschichten mit den turbulenten Rotoren überstiegen. Die schneebedeckten Gipfel der Julischen Alpen werden immer deutlicher, die ersten großen Scheehänge und Skigebiete sind nicht mehr fern.
Abends bei gut bürgerlichen Essen sind die Strapazen des Gebirgsfluges allerdings schnell vergessen. Die Flüge der Anderen gingen auch nicht viel weiter in die Alpen hinein aber jeder berichtet von seinen Erlebnissen. Von winkenden Skifahrern, von wandernden Bergsteigern, von behende kletternden Gemsen und majestätisch mitfliegenden Adlern. Einfach fantastisch, dieses lautlose Fliegen!

Am folgenden Morgen lacht uns die Sonne wieder ins Gesicht, heute wird ein richtiger Thermiktag, so wie wir es aus dem „Flachland“ kennen.

Stundenlang genießen wir den herrlichen Blick auf Berge, Wiesen und Täler, auf Felswände und den Stol. Natürlich haben wir alle unsere Digitalkameras dabei und machen genug Fotos, um uns dieses Erlebnis auf ewig festzuhalten.

Die kommenden Tage hatten dann leider nur Regen im Schlepptau, so konnten wir leider nicht mehr fliegen und beschlossen stattdessen zwei Tage früher als geplant abzureisen um in Ruhe die Flugzeuge Richtung Heimat zu bringen und gelassen unserer kommenden Segelflugsaison entgegenzusteuern. Für die ganze Familie und sogar für die „Kleinen“ war das Fluglager wunderschön.

Trotz des mäßigen Wetters absolvierten die Piloten insgesamt 20 Starts und rund 45 Flugstunden. Der weiteste Flug verlief über eine Strecke von knapp 200 Kilometern, die größte erreichte Höhe betrug 3100 Meter. Insgesamt wurden weit über 2000 Kilometer von uns in nur 3 Tagen geflogen, doch eine beachtliche Leistung.
Nette, gastfreundliche Menschen und ein günstiges Preisniveau taten ein Übriges zur guten Stimmung. Für alle Teilnehmer stand am Ende des Fluglagers fest, dass man nicht das letzte Mal in Slowenien war.

Verfasst von: oliwi | April 20, 2008

Auf den Punkt gebracht…

Einen wunderschönen Guten Tag!

Ich denke mit diesem Schreiben, können wir unsere Vereinssuche vorerst einstellen. Eure Segelflug AG ist zunehmlich mit dem Aero Club München ins Gespräch gekommen.

Zunächst ein paar Interessante Fakten zu dem Verein.

Lage:

Der AC München betreibt Segelflug am Fluggelände Greiling/Bad Tölz, welches von der Universität aus rund 40km entfernt liegt und damit auch direkt das nächstgelegenste Fluggelände ist! Weiter liegt es direkt am Alpenrand, was für eine ausgesprochen reizvolle Fluggegend spricht.
Segelflugausbildung:

Die Segelflugausbildung wird beim Aero Club München groß geschrieben. Mit 12 Fluglehrern und 4 Doppelsitzern bietet der Verein Ausbildungsmöglichkeiten wie kaum ein anderer. Jedes Samstag,Sonntag und Feiertag herrscht Schlulungsbetrieb. Auch ist sollte es möglich sein bei akuter Nachfrage einen Flug- und Schlulungsbetrieb Werktags zu organisieren.

Streckenflug:

Aufgrund des nahezu direkten Anschlusses an die Alpen bietet das Fluggelände Greiling eine super Möglichkeit für Streckenflüge. Der AC München selber fördert den Streckenflug und spielt jedes Jahr auf neues weit oben in den bekannten dezentralen Segelflugwettbewerben mit. Auch sind Mitglieder des AC ab und wann auf zentralen Wettbewerben zu sichten. So wie z.B. diese Saison auch auf der Deutschen Junioren Meisterschaft.
Für Segelflieger mit weniger oder keiner Alpenflugerfahrung, kann der AC den ein oder anderen “alten Hasen” aufweisen, welche gerne den Einstieg in den Alpensegelflug erleichtern.

Atmosphäre:

Die Mitglieder des AC Münchens sind sehr offen. Und haben sich auch schon den ein oder anderen Tag für uns Zeit genommen.
Der Verein ist sehr aktiv und bietet auch diversen Fluglager z.B. in Frankreich

Flugzeugpark:

An Vereinsflugezugen mangelt es dem AC München wahrlich nicht. Es kann ein recht breites Spektrum an Flugzeugen angeboten werden.
4 Doppelsitzer:
DuoDiscus,
Janus C,
Twin Astir,
ASK 13,
6 Einsitzer:
ASW 24,
2x LS4,
Jeans Astir,
KA6,
Ka8;

Startmöglichkeiten:

Um in die Luftzukommen steht nur der Windenstart zur Verfügung. Allerdings dann auch direkt mit hochmodernem Kunsstoffseil und einer Schleppstrecke von 1200m. Was eine Ausklickhöhe von mehr als 500m und den Einstieg in die Alpen garantiert.

Vereinskosten:

Zunächst möchte ich sagen, dass wir uns bereits einige Vereine in der Umgebung angeschaut und mit gesprochen haben.
Daraus ging hervor, dass die Grundsätzliche Situation im Großraum München nahezu immer die eine ist.
Es herscht kaum Mitgliedermangel. Den Verinen geht es meist so wie es ist gut.
Demnach ist das Fliegen im süden Bayerns zumeist teurer als im Rest Deutschlands.
Sicherlich sticht der ein oder andere Verein mit etwas anderen oder gar günstigeren Konditionen zunächst hervor. Allerdings muss man immer das gesamte Paket betrachten. So fängt es schon bei der Entfernung des Fluggeländes zu Universität an. Abgesehen, davon das Zeit auch Geld ist, summieren sich schnell und gerne die Spritkosten bei entfernteren Flugmöglichkeiten und mehreren Flugtagen die Wochen auf ein wirklich spührbares Niveau!
Auch Flugzeugpark, Aubildungssituation, Lufträume etc. ließen die paar günstigeren Vereine recht schnell wieder unaktraktiv werden.

Nun aber zu den Konditionen des AC München.

Jahresbeitrag: 282,00€

Fixkostenbeitrag: 220,00€

Keine Pflichtarbeitsstunden! Allerdings wird jede gearbeitete Stunde, bis zur 56. Stunde, mit 5€ vom Jahresbeitrag abgerechnet.
Jede weitere Stunde mit 1,25€.
Wenn ich mich recht besinne zählen auch Windenfahrer sowie Startleiterdienste zu den Arbeitstunden.

Aufnahmegebühr: Mit GPL 1000€
Für Segelflugausbildung 500€
Unter 21 Jahre 0€ !!

Windenstartpauschale: 1. Start 100€ alle anderen Kostelos!

Fluggebühren:

(pro Flugminute, nach 3 Std. halbieren sich die Gebühren)

bis 3 Std. ASK13/K8/Ka6: 0,04€

Jeans Astir: 0,08€

LS4, TWIN,Janus C solo: 0,12€

ASW 24,DuoDiscus solo: 0,14€

Janus C doppelsitzig: 0,16€

DuoDiscus doppelsitzig: 0,20€

Das war der mir zu letzt mitgeteile Stand der Dinge. Informationen findet ihr auch unter http://www.aeroclub-muenchen.de!
Auch Motorflug wird beim AC München angeboten, dies aber unter etwas anderen Konditioinen. Bei interesse auch einfach mal auf die Homepage schauen.
Wer unverbindlich reinschnupper möchte und auch mal Mitfliegen, einfach für einen Schnuppertag bei Andreas Ewers melden! (andreas.ewers@unibw.de)

Grundsätzlich ist der AC München nur ein Vorschlag/Empfehlung. Natürlich keine Verpflichtung. Es wäre aber wünschenswert die Kamerade, welche die Möglichkeiten der Segelflug AG und der Universität für den Segelflug nutzen, beisammen zu halten.

Wem das ganze noch nicht zusagt aber dennoch Fliegen möchte können wir ggf. auch die Alpensegelflugschule Unterwössen ans Herz legen http://www.dassu.de. Dort ist es ganz einfach möglich ohne diverse Jahresbeiträge etc. Segelflugzeuge zu charten oder auch eine
Ausbildung zu absolvieren. Dies allerdings zu “komerziellen” Preisen.

Personen die gerne auch mal ins Technische gehen und interesse hätte vielleicht selber beim Bau von Segelflugzeugen mit zu arbeiten wären wiederum bei der AKAFlieg München richtig aufgehoben. Dort ist es möglich im Ausgleich von einigen Arbeitsstunden sich das Segelfliegen oder die Ausbildung zu 0€ zu finanzieren.
http://www.akaflieg.vo.tum.de

Bis demnächst

Oliver

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